Jugendhilfe

Jugendhilfe
nachhaltig gedacht

Jugendhilfe von Jonas Better Place

Die Jonas Better Place Stiftung gGmbH ist ein gemeinnütziger Träger der Jugendhilfe.

Unter diesem Dach bieten wir verschiedene Betreuungsmodelle von teilbetreuten bis hin
zu vollbetreuten Wohngruppen an. Unser pädagogisches Personal stabilisiert die Jugendlichen,
begleitet sie im lebenspraktischen Bereich und unterstützt die Zielgruppe
bei der schulischen, sozialen und kulturellen Integration.

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Zielgruppe
Im Rahmen der Jugendhilfe nach §27 i.V.m. §34 bzw. 41 SGB VIII betreuen wir unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge, die in der Regel alleine nach Deutschland gekommen sind und besonderen Schutz benötigen.

Ziele
Die übergeordneten Ziele der Betreuung sind die Erarbeitung realistischer Lebensperspektiven und die Hinführung zu einem selbständigen sowie eigenverantwortlichen Leben ohne fremde Hilfe. Hierzu gestalten wir zunächst einen pädagogisch strukturierten Tagesablauf auf der Grundlage der Fähigkeiten und Fertigkeiten und unter Berücksichtigung des Kontextes sowie der vorhandenen Strukturen.

Team
Unsere pädagogischen Fachkräfte sind aus den Bereichen Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaften, Psychologie oder haben in fachverwandten Sparten ein Studium oder eine Ausbildung abgeschlossen. Bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern legen wir großen Wert auf einen einfühlsamen Umgang und interkulturelle Kompetenzen.

Das Konzept

Die Sicherung des physischen, psychischen und emotionalen Wohls steht im Mittelpunkt der pädagogischen Betreuung.

Hierzu gehört unter anderem:

  • die psycho-emotionale Stabilisierung
  • das Entwickeln von realistischen Zukunftsperspektiven
  • Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen im lebenspraktischen Bereich
  • medizinischen Abklärung und Versorgung
  • die Aufarbeitung traumatischer Fluchterlebnisse durch unseren psychologischen Fachdienst
  • Unterstützung bei der Kontaktaufnahme zu Familienangehörigen und ggf. Einbezug in einen Beratungsprozess

Das pädagogische Team gewährleistet eine Tagesstruktur und eine individuelle, bedarfsgerechte, pädagogische Betreuung, Begleitung sowie im gegebenen Fall eine notwendige Krisenintervention.

Ein weiterer Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit ist die Unterstützung bei der schulischen, sozialen und kulturellen Integration

  • Unterstützung in allen schulischen Angelegenheiten
  • Förderung beim Erlernen der deutschen Sprache
  • berufliche Orientierungshilfe
  • Begleitung zu Behörden
  • Begleitung in asylrelevanten Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit den Vormündern
  • Unterstützung im lebenspraktischen Bereich (z.B. Einkaufen, Kochen, Putzen, Hygiene etc.)
  • Einübung sozialer Kompetenzen im Rahmen der Gruppengemeinschaft und bei den unterschiedlichen Außenkontakten
  • Kennenlernen der örtlichen Vereine und Initiativen für sportliche und kulturelle Aktivitäten
  • Auseinandersetzung mit kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und ihrem Heimatland
  • Gruppenpädagogische Angebote
  • Casemanagement

Fachliche Grundlagen

Unsere Arbeit basiert auf einer systemisch-lösungsorientierten Pädagogik.

Eine Orientierung an den vorhandenen Ressourcen steht für uns im Vordergrund. Partizipation und Mitgestaltung sind Grundlagen unserer pädagogischen Arbeit. Regelmäßige Gruppenabende oder Gruppenaktivitäten bieten einen geeigneten Rahmen, um demokratische Instrumente und Verfahren zu trainieren, das Zusammenleben aktiv mitzugestalten und Entscheidungen zu treffen, die von allen getragen werden können.

Unser Beschwerdemanagement gewährleistet eine Kultur der Offenheit, die Wahrung der Rechte der Jugendlichen, die Wahrnehmung ihrer Interessen, ihre Beteiligung und ihren Schutz.

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII sowie die Handreichung für Prävention zum Schutz vor Gewalterfahrung in teilstationären und stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind zentrale Arbeitsmittel. Zusätzlich werden interne Standards entwickelt, die für jede Fachkraft verbindlich sind.

Im Rahmen der regelmäßigen Teamsitzungen werden neben organisatorischen Themen vor allem die Entwicklung der jungen Menschen reflektiert.

Begleitet wird das pädagogische Team durch regelmäßige Team- und Fallsupervisionen und ein internes Schulungscurriculum zur Fort- und Weiterbildung.

Betreuungsmodelle

Wir bieten für jede Situation das richtige Betreuungsmodell.

Konzept
Im Betreuten Wohnen sind Jugendliche untergebracht, die weitestgehend selbstständig, eigenverantwortlich, und zuverlässig sind. Sie benötigen nur noch wenig Betreuung und werden auf ein völlig selbstständiges und eigenverantwortliches Leben vorbereitet. Wir nutzen die Stärken der Jugendlichen zur weiteren Begleitung in die Verselbständigung in den Bereichen Gesundheit, Schule und berufliche Orientierung, Erlernen bzw. Verbesserung der deutschen Sprache, sinnvolle Freizeitgestaltung, Behördenangelegenheiten sowie soziale Integration.

Zielgruppe
Die Jugendlichen sind zwischen 16 und max. 21 Jahre alt und können sich in lebenspraktischen und hauswirtschaftlichen Bereichen selbst versorgen. Sie gestalten ihre Freizeit selbständig und erlernen bereits die deutsche Sprache. Es sind junge Heranwachsende, die zur Schule gehen und bei Bedarf einen vertrauten Ansprechpartner erhalten.

Struktur
In regelmäßigen Reflexionsgesprächen werden Ziele sowie Maßnahmen formuliert und kontinuierlich überprüft. Neben der Einzelfallhilfe werden freizeitpädagogische Gemeinschaftsaktivitäten, wie Tischtennis, Kino, Schwimmen, Wandern oder gemeinsames Kochen organisiert. Einmal pro Jahr wird eine mehrtägige Ferienfreizeit mit sportlichen Aktivitäten angeboten. Einmal wöchentlich findet ein Gruppenabend mit allen Jugendlichen statt, um gemeinsame Aktivitäten zu planen, Organisatorisches zu klären, Konflikte zu bearbeiten und ein positives Gruppengefühl zu fördern.

Einrichtungsleitung
Katharina Bail
katharina.bail@jonasbetterplace.com

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Team
Neben der pädagogischen Leitung werden für die Betreuung im Gruppendienst zwei pädagogische Fachkräfte eingesetzt. In den Vormittagsstunden, während sich die Jugendlichen in einer schulischen oder beruflichen Maßnahme befinden, findet in der Regel keine Betreuung statt.

Zur Einrichtung
Derzeit betreuen wir zwei Wohngruppen in Kirchseeon für insgesamt acht Jugendlichen aus unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten. Die beiden Wohnungen sind jeweils 50 m² groß und verfügen über einen Gemeinschaftsraum, zwei Zweibettzimmer und eine eigene Küche. Die Einrichtung ist sehr gut an öffentliche Verkehrsmittel angebunden und auch mit der S-Bahn gut zu erreichen. Durch das zusätzliche Engagement des Helferkreises Asyl und der umliegenden Nachbarschaft entwickelt sich derzeit ein harmonisches und konstruktives Miteinander.

Im Juni 2016 hat die sozialpädagogische Wohngruppe in der Altstadt von Wolfratshausen eröffnet . Dort werden zwölf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 18 Jahren betreut.

Zielgruppe
Viele junge Flüchtlinge haben schon in jungen Jahren gelernt, Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen und dies während ihrer Flucht auch ausreichend bewiesen. Dennoch weisen sie pädagogischen Unterstützungsbedarf auf, vor allem beim Erlernen der deutschen Sprache, im Umgang mit Behörden, bei den weichenstellenden Entscheidungen für Schule und Beruf sowie in der kulturellen und sozialen Integration. Voraussetzung für die Aufnahme in unserer Wohngruppe ist daher die Bereitschaft zum Besuch einer schulischen oder beruflichen Maßnahme. Der Jugendliche wird je nach Bedarf bei der Verbesserung seiner Deutschkenntnisse, beim Erreichen eines Schulabschlusses, in der Freizeitgestaltung sowie in der beruflichen Orientierung professionell gefördert und begleitet. Im täglichen Miteinander werden lebenspraktische Bereiche wie Einkaufen, Kochen und Putzen sowie die Weiterentwicklung der sozialen Kompetenzen thematisiert, bearbeitet und pädagogische Handlungsmuster entwickelt.

Team
Das Team setzt sich aus einer Einrichtungsleitung, einer Gruppenleitung, einer Psychologin und pädagogischen Fach- und Hilfskräften zusammen. Die Jugendlichen werden rund um die Uhr von pädagogischen Fachkräften betreut. Dabei wird jedem Jugendlichen eine Bezugsbetreuerin oder ein Bezugsbetreuer zugewiesen. Eine Hauswirtschafterin unterstützt die Pädagoginnen in der Anleitung der Jugendlichen im lebenspraktischen Bereich.

Einrichtungsleitung
Laura Heckert
laura.heckert@jonasbetterplace.com

Stellv. Einrichtungsleitung
Alexandra Zurnatzis
alexandra.zurnatzis@jonasbetterplace.com

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Einrichtung
Die Wohngruppe ist in einem denkmalgeschützten Gebäude in der Altstadt von Wolfratshausen untergebracht. Die zentrale Lage ermöglicht es, viele Erledigungen wie Einkaufen, Behörden- oder Arzttermine zu Fuß oder mit dem Fahrrad durchzuführen. Auch die Berufsschule ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 400 qm bieten viel Platz für gemeinschaftliches Leben und individuellen Rückzug. Acht Jugendliche wohnen in Einzelzimmern, vier Jugendliche teilen sich zwei großzügige Doppelzimmer. Eine große Wohnküche ermöglicht gemeinsames Kochen sowie Essen und stellt den Mittelpunkt des Gruppenlebens dar. Im Hof kann im Sommer Basketball oder Tischtennis gespielt werden. Ein Teil des Gebäudes wird von der „Schule der Phantasie“ für verschiedene Kunstkurse genutzt. Hier ist eine Kooperation in Form von Workshops im kreativen Bereich geplant. Wichtig wird auch die Vernetzung mit dem Helferkreis Asyl von Wolfratshausen sowie weiteren sozialen Einrichtungen und Vereinen.

Die Übergangswohngruppe Blue Place ist in Trägerschaft des Kreisjugendamtes München. Betreiber der Einrichtung ist die Jonas Better Place Stiftung gGmbH. Die 2-stöckige Containeranlage befindet sich auf dem Gelände der Jugendbegegnungsstätte am Tower vom Kreisjugendring, etwa 20 Minuten fußläufig vom Ortskern Oberschleißheim entfernt mit Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Einrichtung ist sehr einfach, aber zweckmäßig, ausgestattet. Die Jugendlichen sind in 2-Bett-Zimmern untergebracht.

Konzept
Unbegleitete minderjährige Jugendliche werden in Brennpunktgebieten mit immensen Zugangsdruck wie München in Not- und Übergangswohnheimen in Obhut genommen und untergebracht. Hier soll ihr Hilfebedarf zunächst weiter geklärt (Clearing), und ein guter Übergang in eine stationäre Jugendhilfeeinrichtung oder eine andere Wohnform entwickelt werden. Stabilisierung, Tagesstrukturierung, Begleitung, medizinische Versorgung und Krisenintervention sind zentrale pädagogische Aufgaben.
Die Jugendlichen erhalten in der Regel von Beginn an Deutschkurs und die Beschulung wird organisiert.

Zielgruppe
Unbegleitete, männliche, minderjährige Flüchtlinge aus unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten ab 16 Jahre.

Team
Das Team setzt sich aus einer Einrichtungsleitung, einer Gruppenleitung, einer Psychologin (psych. Fachdienst) und pädagogischen Fach- und Hilfskräften zusammen. Zusätzlich sind rund um die Uhr zwei Mitarbeiter „Sicherheit und Betreuung“ anwesend.

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Struktur
Für alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge gilt eine verbindliche Tagesstruktur. Regelmäßige Gruppenabende und freizeitpädagogische Angebote unterstützen die Integration der jungen Menschen und tragen zu einer positiven Gruppenstimmung bei. Jedem Jugendlichen wird eine pädagogische Fachkraft (Teamzuständigkeit) zugewiesen, die für individuelle Belange des Jugendlichen, sowie für den Hilfeprozess im Rahmen der Jugendhilfe zuständig ist.

Betreuungszeiten
Die Betreuung durch pädagogische Fachkräfte wird an 365 Tagen von 8 bis 23 Uhr im Schichtdienst sichergestellt. Rund um die Uhr sind immer zwei Mitarbeiter aus dem Bereich „Sicherheit und Betreuung“ anwesend.

Einrichtungsleitung
Sabine Faber
sabine.faber@jonasbetterplace.com